Samstag, 26. Mai 2012
Das Fest begann am Samstagabend um 18 Uhr mit einem Open-Air Abend am Dorfplatz in Frankenhofen. Dieser Festabend steht unter dem Motto:
"Blasmusik von damals bis heute"
Hier wurde ein Auszug aus dem Repertoire von nun 90 Jahren Blasmusik Frankenhofen dargeboten. Ein weiteres Highlight war ein kleiner Auftritt der Kinder die vor wenigen Monaten die musikalische Früherziehung bzw. die Blechinstrumenten-Ausbildung begonnen haben.
"Vor vielen Musikfreunden bot die Blaskapelle Frankenhofen ein Programm mit Stücken füherer Jahre und Auszüge aus dem aktuellen Repertoire.
Vorsitzender Karl-Heinz Schlicker sagte beim Konzert, das anlässlich des 90. Geburtstages der Kapelle stattfand, dass die Musiker den Zuhörern mit ihrem Spiel einen Ausgleich zum Alltag bieten wollten. Nach dem Begrüßungsstück gab der Nachwuchs der Kapelle eine Einlage. Veronika Kress von der Musikschule Dinkelsbühl-Wassertrüdingen hatte mit den Kleinsten ein Trommelstück eingeübt. Darauf folgte eine Bläsergruppe, die sich seit März in Ausbildung befindet. Der Nachwuchs zeigte, dass sich die Blaskapelle keine Sorge um ihre Zukunft machen muss.
Durch das Programm des Abends führte Friedrich Wörrlein, der die Kapelle seit 20 Jahren als Dirigent leitet. Er nahm die Zuhörer mit auf eine Zeitreise von 1922 bis 2012. Mit einem fünfstündigen Programm brachte Friedrich Wörrlein die Entwicklung der Kapelle in Erinnerung. Er beschrieb den Wandel der Musikrichtungen von der Marschmusik über Schlager und böhmische Musik bis zur konzertanten Richtung. Kurz ging Wörrlein auf die Geschichte der Kapelle ein, die vom damiligen Vorsitzenden des Kriegervereins, Karl Burkhardt, gegründet worden war. Was in den Anfangsjahren gespielt wurde, sei nicht überliefert. Gespielt worden seien aber sicherlich vor allem Militärmärsche oder Liederpotpourris zum Mitsingen.
Während der Zeit des Zweiten Weltkrieges ruhte die Tätigkeit der Kapelle. Der erste Einsatz nach dieser Pause war 1949 bei der Gründung der (...) [AVG Frankenhofen]. In den 1950er Jahren wurde unter der Leitung von Karl Prechter neben der traditionellen Blasmusik auch zum Tanz aufgespielt. Gespielt wurden Filmmelodien, aber auch lateinamerikanische Tänze. In den 1950er Jahren wurden durch Ernst Mosch die Egerländer Musikanten gegründet. Auch diese Erfolgstitel durften beim Jubiläumskonzert der Blaskapelle Frankenhofen nicht fehlen. In der Zeitreise der Kapelle waren die 1960er Jahre eine Zeit des Aufbruchs. Vilee Jungmusiker erhielten bei der Knabenkapelle in Dinkelsbühl eine fundierte Ausbildung. Gespielt wurde bei vielen Vereinskapellen als Festkapelle. Auch hier wurden die Erfolgstitel von Ernst Mosch gespielt. Dazu kam noch die Musik der Oberkrainer. Um an diese Zeit zu erinnern, spielte die Kapelle einen Melodienstrauß von Slavo Avsenik. Die 1970er Jahren waren unter Kapellmeister Karl Prechter geprägt von Stimmungsliedern und Polkas. Die volkstümlichen Schlager waren in den 1980er und 1990er Jahren auf dem Vormarsch, besonders die Musik aus Böhmen, di von Petra Prechter und Friedrich Wörrlein gesungen wurde. Bei der Verabschiedung von Karl Prechter als Dirigent kam die Idee, auch in den konzertanten Bereich vorzustoßen. Zum Abschluss sagte Wörrlein, er hoffe, dass das Konzert bei den Zuhörer für Frohsinn gesorgt habe. Großer Beifalll für die Musiker belohnte für einen gelungenen Abend."
Zeitungsartikel FLZ "Blaskapelle gab musikalischen Rückblick" vom 30. Mai 2012
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Sonntag, 27. Mai 2012
Der Festsonntag begann am Morgen mit einem Gottesdienst mit dem Posaunenchor, worauf im Anschluss ein kleiner musikalisch begleiteter Frühschoppen folgte. Vor dem Mittagessen fanden Ehrungen seitens des NBMB und des BDBM statt. Außerdem werden noch langjährige Musiker in unseren Reihen seitens der Blaskapelle geehrt.
Der Tag klingt am Nachmittag mit Kaffee und Kuchen in gemütlicher Blasmusik-Atmosphäre aus.
"Zu einem Festakt mit Ehrungen hatte die Blaskapelle Frankenhofen eingeladen. Markus Häßlein vom Nordbayerischen Musikbund übernahm die Auszeichnung langjähriger Mitglieder.
In seinem Grußwort würdigte Landrat Dr. Jürgen Ludwig die Bedeutung der Blasmusik. Die Musikanten leisteten eine besondere kulturelle Arbeit im Landkreis. Traditionen zu erhalten sei ein wichtiger Auftrag der Vereine. Für die Jugendarbeit überreichte er eine Spende.
Weiltingens Bürgermeisterin Lore Meier erinnerte an die Gründuing der Kapelle im Jahr 1922 in einer schwierigen Zeit. 90 Jahre Tradition zu erhalten sei ein Verdienst. Die Freude an der Musik werde bei zahlreichen Konzerten, Umzügen und Veranstaltungen weitergegeben. Die Gemeinde sei dankbar, dass es die Gründer geschafft hätten in so einem kleinen Ort eine Blaskapelle zu günden, die noch nach 90 Jahre in voller Blüte stehe.
Martin Schuster, Vorsitzender der Krieger- und Reservistenkameradschaft, meinte in seinem Grußwort, es sei der Blaskapelle zu verdanken, dass das Dorf als "klingendes Frankenhofen" bezeichnet werde. Nach den beiden Weltkriegen seien die schlimmen Erlebnisse mit Musik verarbeitet worden. Anders als bei den Kriegervereinen gebe es bei der Blasmusik keine Nachwuchssorgen, "aber wir sind froh in Frieden leben zu können". And die älteren Musiker richtete er die Bitte, das Instrument nicht aus der Hand zu geben, solange es geht, "ihr könnt mit eurem Spiel Freude vermitteln!". Dank sagte Schuster für die vielen Einsätze mit der Krieger- und Reservistenkameradschaft am Volkstrauertag und bei Beerdigungen. Dazu gehören auch der Posaunenchor und der Gesangverein.
Markus Häßlein übermittelte mit seinem Grußwort die Glückwünsche vom Nordbayerischen Musikbund. Es sei für ihn eine Freude, Ehrungen für lanfjährige Zugehörigkeit zur Blaskapelle zu überreichen. Einige Jubilare blickten auf 50 Jahre und einmal sogar auf 60 Jahre Blasmusik in Frankenhofen zurück. Dank verdienten alle aktiven Musiker für ihren ehrenamtlichen Einsatz, ohne den nichts laufe.
Es folgten die Ehrungen. Einige Jungmusiker erhielten die Grüne Nadel als Zeichen der Mitgliedschaft in der Blaskapelle Frankenhofen. Für zehn Jahre Mitgliedschaft wurden Kerstin Wörrlein, Sebastian Beck und Florian Schlicker mit der Bronzenen Ehrennadel des Nordbayerischen Musikbundes geehrt. Für 30 Jahre wurde Petra Prechter mit der Bundesehrennadel in Gold geehrt.Vom Verein wurde Helmut Rang für 20 Jahre im Amt des Kassiers geehrt, Petra Prechter für 20 Jahre Schriftführertätigkeit und Friedrich Wörrlein für 20 Jahre als Dirigent.
Für 40 Jahre in der Blasmusik verbunden mit einer Ehrennadel in Gold und Diamant wurde Gerhard Bergdolt geehrt. Für 50 Jahre aktive Tätigkeit wurden mit der Ehrennadel in Gold mit Diamant sowie Ehrenbrief geehrt:
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2. Vorstand Ralf Ellrodt, Dirigent Friedrich Wörrlein
Karl Prechter, Karl Lindner, Helmut Walter und Karl Walter
Markus Häßlein (NBMB), 1. Vorstand Karl-Heinz Schlicker (von links)
Alle vier wurden vom Verein zu Ehrenmitlgiedern ernannt. Eine weitere Ehrung gab es für 60 Jahre aktive Tätigkeit für Wilhelm Schwab. Auch er erhilet die Ehrennadel in Gold mit Diamant und den Ehrenbrief.
Vorstand Karl-Heinz Schlicker gratulierte allen und dankte für ihren Einsatz in der Blaskapelle Frankenhofen bei den vielen Einsätzen und Auftritten. In den Dank bezog er auch die Frauen mit ein. Nach dem offiziellen Teil des Festaktes spielte die Blaskapelle noch einige Stunden zur Unterhaltung auf - als Fortsetzung des Blasmusikabends am Vortag."
Zeitungsartikel FLZ "Viele langjährig aktive Musiker" vom 31. Mai 2012